Aktuelles 08.10.2026

Reflektor-Regenschirme für mehr Sichtbarkeit beim Festival of Lights

Veröffentlicht
8. Oktober 2026
Kategorie
Verkehrsnews

Der Deutsche Verkehrssicherheitsrat (DVR) verteilt beim Festival of Lights in Berlin insgesamt 6.000 retroreflektierende Regenschirme an Passantinnen und Passanten. Ziel der Aktion ist es, Fußgängerinnen und Fußgänger zu Beginn der dunklen Jahreszeit im Straßenverkehr sichtbarer zu machen.

Ab dem 9. Oktober erstrahlen Berlins Wahrzeichen, Gebäude und Plätze im Rahmen des Festival of Lights wieder in Licht-, Projektions- und Videokunst. Als Partner des Festivals ist der DVR am Freitag, 9. Oktober, und am Samstag, 10. Oktober, jeweils zwischen 19:00 und 22:00 Uhr mit mobilen Verteilteams zwischen Berliner Dom und Alexanderplatz unterwegs. Die Schirme sind retroreflektierend: Sie werfen das Licht von Scheinwerfern zurück zur Lichtquelle. Nach Aussage von Stefan Grieger, Hauptgeschäftsführer des DVR, hilft das Autofahrenden, Menschen zu Fuß deutlich früher zu erkennen.

Der DVR verweist auf die Unfallstatistik des Statistischen Bundesamtes. Im Jahr 2025 wurden in Deutschland in den Monaten Januar, Februar, November und Dezember 183 Fußgängerinnen und Fußgänger im Straßenverkehr getötet. Das entspricht rund 44 Prozent der insgesamt 414 Menschen, die im gesamten Jahr zu Fuß tödlich verunglückten. Von 4.560 schwerverletzten Fußgängerinnen und Fußgängern im Jahr 2025 entfielen 1.797 auf diese vier Monate, rund 39 Prozent.

Stefan Grieger betont, dass Fußgängerinnen und Fußgänger besser sichtbar sein müssen, zum Beispiel bei Regen im Dunkeln mit reflektierenden Schirmen. Zugleich sieht er die Politik gefordert: Es brauche mehr Möglichkeiten, Straßen sicher zu überqueren. Wo Querungsstellen bereits vorhanden sind, sollten die Sichtfelder frei von parkenden Fahrzeugen und anderen Hindernissen gehalten werden, ganz besonders in der Nähe von Schulen, Kindergärten, Spielplätzen oder Seniorenheimen.

Der DVR empfiehlt Menschen, die bei Dämmerung oder Dunkelheit unterwegs sind, helle Kleidung zu tragen. Noch besser sichtbar sind sie durch retroreflektierende und fluoreszierende Elemente. Retroreflektierendes Material wirft einfallendes Scheinwerferlicht direkt zur Lichtquelle zurück und leuchtet dadurch im Dunkeln hell auf. Fluoreszierendes Material wandelt unsichtbare UV-Strahlung aus dem Tageslicht in sichtbares Licht um und sorgt daher bei Tageslicht für eine bessere Wahrnehmbarkeit. Reflektorbänder an Armen und Beinen erhöhen die Sichtbarkeit ebenso wie reflektierende Flächen an Rucksäcken, Taschen, Rollatoren, Gehhilfen, Einkaufstrolleys oder Kinderwagen.

Die Wirkung ist erheblich: Menschen mit dunkler Kleidung werden von Autofahrenden erst aus etwa 25 Metern Entfernung wahrgenommen. Bei heller Kleidung liegt die Sichtweite bei etwa 40 Metern, bei reflektierender Kleidung sogar bei bis zu 140 Metern. Bei einer Vollbremsung aus 50 km/h beträgt der Anhalteweg etwa 28 Meter. Bei dunkel gekleideten Personen reicht die Sichtweite oft nicht aus, um einen Unfall zu verhindern, erklärt Stefan Grieger.

Quelle: Deutscher Verkehrssicherheitsrat, Festival of Lights: DVR verteilt 6.000 Reflektor-Regenschirme für mehr Sicherheit auf Berlins Straßen, 08.10.2026

Foto: Jack Cohen auf Unsplash

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